Eschweiler: Junge Union lässt fürs Haus St. Josef die Socken qualmen
(Eschweiler Nachrichten / Di, 27. Apr. 2010 / Lokales / Seite 13)
Im Stadtwald gehen (nicht nur) die Nachwuchspolitiker auf die Strecke. 700 Euro kommen beim „Sponsored Walk" zusammen.
Eschweiler. Dass Politiker nicht nur reden können, bewies die Junge Union (JU) am Wochenende. Zum „Sponsored Walk" traf man sich im Stadtwald, um gemeinsam für den guten Zweck die Laufschuhe zu schnüren.Vor einiger Zeit besuchten acht Nachwuchspolitiker der CDU das Kinderheim „Haus St. Josef". Sichtlich beeindruckt waren JU-Vorsitzender Thomas Schlenter & Co. davon, was das Haus unter der Leitung von Wolfgang Gerhards dort im Bereich der Erziehungshilfe für Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten familiären Hintergründen und Problemen leistet. Schnell war den JU-Mitgliedern klar, dass man diese wichtige Arbeit unterstützen möchte.
„Wir hoffen, dass jetzt mit dem Lauf einiges zusammenkommt", zeigte sich Schlenter vor der ersten Runde zuversichtlich. Am kleinen JU-Stand am Parkplatz „Jägers-pfad", an dem es auch Erfrischungen und Äpfel (und für danach Kaffee und Kuchen) gab, ging es los. CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz gab mit einem Startklatschen (ein klassischer Startschuss war wegen der fehlenden Pistole nicht möglich) die Strecke frei. Und da das Ganze als „Walk" für den guten Zweck deklariert wurde, gingen auch einige Fußgänger auf die gut 2,5 Kilometer lange Waldrunde.
Die Jungpolitiker liefen natürlich mit gutem Beispiel voran und joggten bei frühsommerlichen Temperaturen los. Abgerechnet wurde dann pro Kilometer. Nach jeder absolvierten Runde (und auch bei einem Kontrollpunkt im Wald) notierte JU-Kassierer Gereon Graff gewissenhaft den aktuellen Stand der Laufleistung. „Abkassiert wird dann später", meinte er mit einem Schmunzeln.
Nach 14:28 Minuten bog JU-Mitglied Fabian Barlé als Erster auf die Zielgerade der Runde 1 ein. Nur eine Minute später bog Thomas Schlenter um die Ecke. Eine kurze (Trink-)Pause später machten sich alle erneut auf den Weg. Die ersten Spaziergänger gönnten sich nach knapp 22 Minuten („Wir haben nur eine kleine Abkürzung genommen") das verdiente Stück Kuchen.
Als es das zweite Mal in den Start/Ziel-Bereich ging, qualmten bei einigen schon die Socken. Aber mindestens eine Runde wollte Thomas Schlenter auf jeden Fall noch wagen und hoffte auf Nachahmer: „Viele bei uns behaupten von sich ja, dass sie sehr sportlich sind." Zwar musste Marc Delzepich von der JU Stolberg von vornherein, doch der stellvertretende Vorsitzende fand die Idee seiner Eschweiler JU-Freunde trotzdem so gut, dass die Aktion von den Kupferstädtern mit einem pauschalen Betrag unterstützt wurde. Am Ende des Tages konnte sich aber auch das Laufergebnis sehen lassen: 40 Runden standen in der Tabelle, was etwa 100 gejoggten oder gegangenen Kilometern entsprach. Als vorläufiges Endergebnis konnte Thomas Schlenter somit gut 700 Euro für das Haus St. Josef verkünden. (sh)
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